Koowheel Hoverschuhe: selbstbalancierende Rollschuhe

E-Mobilität wird ein immer größeres Thema, zumindest sehen wir in Ländern wie der USA und Frankreich verschiedenste Elektroroller und E-Bikes. Kürzlich hat das FIIDO D1 E-Bike für Staunen gesorgt, der Xiaomi M365 E-Roller ist schon länger fester Bestandteil unseres Büros. Einen etwas anderen Weg gehen die Koowheel Hoverschuhe. Die balancieren sich selbst und fahren bis zu 12 km/h. Ein ähnliches Modell hat neulich auch Segway vorgestellt. Wer ist die Zielgruppe eines solchen Gadgets? Sieht das nicht ein bisschen unsicher aus?

Technische Daten

Modell Koowheel Hovershoes
Maximale Geschwindigkeit 12 km/h
Reichweite 10 km
Motorleistung 250 W pro Schuh
Steigung 9 Grad
Maximale Last 130 kg
Batterie 2000 mAh
Ladezeit 2 Stunden
Größe 227 x 155 x 113 mm
Gewicht 3,3 kg pro Schuh
Farbe schwarz, rot

Rollschuhe 2018

Grundsätzlich ist es fair zu behaupten, dass es sich bei den Hovershoes um eine Art Rollschuhe handelt. Das Konzept gleicht sich grundsätzlich, aber die Hoverschuhe sind eine moderne Interpretation. Allerdings handelt es sich streng genommen nicht um Schuhe, schließlich stellt man sich auf die breite Trittfläche und zieht die Koowheel nicht an. Die Trittfläche ist gemustert und scheint einen relativ guten Grip zu bieten. Dabei sind beide Koowheel optisch nicht voneinander zu unterscheiden und können wohl je als linker oder rechter Hoverschuh fungieren.

Ebenfalls anders ist die Anordnung der Rollen. Anstatt wie bei Inline-Skates hintereinander, befinden sich die Rollen der Koowheel Hoverschuhe nebeneinander. Insgesamt sind hier drei Rollen auf jeder Seite, die ein relativ breites Profil bieten. Dazu ist noch auffällig, dass die elektrischen Rollschuhe sogar LEDs besitzen, um gerade bei wenig Licht noch für andere Leute sichtbar zu sein.

Auf den Bildern sehen die Koowheel relativ robust aus, was nicht zuletzt an ihrem Gewicht von 3,3 kg pro Schuh liegt, also 6,6 kg Gesamtgewicht. Zum Vergleich: das Xiaomi ACTON E-Skateboard wiegt nur 5 kg. Dafür darf man selbst 130 kg wiegen, um die selbstbalancierenden Rollschuhe zu benutzen. Die Hoverschuhe sind zudem mit einem IP65-Rating ausgestattet, so dass sie gegen Spritz- und Strahlwasser geschützt sind.

Fortbewegungsmittel oder ein neues Hobby?

Sind die Koowheel Hovershoes ein tatsächliches Fortbewegungsmittel oder nur eine Spielerei? Schwer zu sagen. Erst einmal zu den hard facts: in jedem Schuh sitzt ein 250W Motor. Der soll die Schuhe auf eine Höchstgeschwindigkeit von 12 km/h bringen, die maximale Steigung beträgt dabei lediglich 9°. Die Akkukapazität beträgt 2000 mAh und kann innerhalb 2 Stunden aufgeladen werden. Dabei werden natürlich beide Schuhe einzeln aufgeladen, allerdings mit einem Ladegerät, welches über zwei Ladestecker verfügt. Insgesamt resultiert das in einer Reichweite von 10 km.

Damit sind sie rein leistungstechnisch einem Ninebot ES01 E-Roller zwar unterlegen, der eigentliche Vorteil liegt aber hier in der Flexibilität. Erst einmal liegt ein Vorteil darin, dass die Schuhe sich selbst ausbalancieren, ähnlich wie bei einem Segway. So kann man sich durch Neigen in eine Richtung vor- oder zurückbewegen. Der Hersteller selbst gibt natürlich an, dass das sehr intuitiv ist und man das Fahren binnen fünf Minuten lernt.

Klar kann man sie auch als einfaches Fortbewegungsmittel nutzen, allerdings auch richtig kreativ werden. So wird das Fahren mit den Koowheel Hovershoes schon fast zum Extremsport bzw. zum Tanzsport. Das Werbevideo soll genau diesen Zweck bestätigen:

Hovershoes im Straßenverkehr

Ähnlich wie die Hoverboards, dessen Trend spätestens in diesem Jahr sein jähes Ende gefunden hat, sind auch die Hoverschuhe leider nicht im deutschen Straßenverkehr zugelassen. Schließlich fahren sie schneller als 6 km/h und kommen leider ohne Bremsen aus. Dazu kann die Beleuchtung ein Problem sein. Auch hier gilt also: nur auf Privatgelände benutzen!

Einschätzung: Koowheel Hoverschuhe kaufen?

Neue Arten der Fortbewegung? Immer gerne! Die Koowheel Hoverschuhe für fast 500€? Nicht unbedingt. In Sachen Fortbewegung sind die Hovershoes einem Ninebot ES01 oder sogar dem Xiaomi ACTON E-Skateboard deutlich unterlegen. Dafür kann man richtig kreativ werden und darin sogar vielleicht ein neues Hobby finden. Da kann man mit den Freeline Drift Skates erst einmal wesentlich günstiger davon kommen, die balancieren sich aber natürlich nicht selbst.

Würdet ihr euch solche Hoverschuhe unter die Schuhe klemmen oder kriegen euch keine zehn Pferde auf solche Dinger?

Views: 4

Comment

You need to be a member of King Cameran Foundation to add comments!

Join King Cameran Foundation

© 2019   Created by William Jones.   Powered by

Badges  |  Report an Issue  |  Terms of Service